Tiertherapie Dresden 

mobile Hundephysiotherapie & Tierheilpraxis in Dresden & Umgebung 

2019-08-03

„Mein Tier macht das aus Protest!“ WIRKLICH?!

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Dieser Satz in der Überschrift lässt mich oft die Nackenhaare aufstellen und ich bin mir sicher, fast jeder hat diesen Satz so oder so ähnlich schon einmal von einem anderen Tierhalter gehört oder vielleicht auch selbst gesagt.
Oft geht es hierbei darum, dass die Katze oder der Hund unsauber wird und in die Wohnung macht, oder sich ein Hund plötzlich verweigert ein Kommando auszuführen oder andere Verhaltensauffälligkeiten zeigt.
Dein Hund macht kein Sitz mehr und du vermutest das liegt an der sogenannten „Dominanz“? Oder er legt sich auf den Boden und will einfach nicht weiter Gassi gehen? Vielleicht weigert er sich auch von alleine in den Kofferraum zu springen oder mag plötzlich nicht mehr alleine bleiben und zerstört Sachen? Er zeigt plötzlich Aggression gegen Artgenossen oder andere Verhaltensauffälligkeiten?

Dazu möchte ich eines vorweg sagen: Kein Tier möchte uns mit seinem Verhalten ärgern!
Für unsere tierischen Mitbewohner sind wir die Bezugsperson und wir werden von ihnen geliebt. Mit diesem Denkansatz wird es doch absurd zu meinen, die Tiere machen das unerwünschte Verhalten aus Provokation, oder? Zumal dieser Ansatz einfach vermenschlicht gedacht ist und nichts mit tierischem Verhalten zu tun hat.
Meist steckt hinter den Reaktionen ein ganz anderes Problem, als wir zuerst vermuten. So kann eine plötzlich unsaubere Katze oder der vorher stubenreine Hund eine Nieren- oder Harnwegserkrankung, oder ein psychosomatisches Problem haben und schier nicht anders, als dir gerade mitten vor die Nase zu pinkeln. Ein Hund der nicht mehr ins korrekte Sitz gehen oder darin verharren möchte, nicht mehr von alleine in den Kofferraum springt, oder freudig neben dir her joggt, hat oftmals Probleme im Bewegungsapparat, wie zum Beispiel Arthrose.
Auch plötzliche Verhaltensänderungen rühren oft daher, dass ein Tier Schmerzen hat, die wir einfach übersehen. Von Schmerzen geplagt, kommt die Unsicherheit und so kann es auch gerne einmal zu plötzlicher Leinenaggression kommen. Auch ein traumatisches Erlebnis kann so viel in einem Hund auslösen, dass dieser plötzlich nicht mehr alleine bleibt und in deiner Abwesenheit Dinge zerstört.
Diese Liste könnte man nun endlos weiter führen und sie soll eines bezwecken: Bitte versuche von diesem Denkansatz in der Überschrift weg zu kommen und suche dir bei auftretenden Problemen im Zusammenleben mit deinem Tier fachlichen Rat und Unterstützung.
Sprich mit deinem Tierarzt, einem Tierheilpraktiker oder Physiotherapeuten über auftretende Probleme. Nach einer genauen Untersuchung stellt sich oftmals ein Gesundheitliches Problem als „Übeltäter“ heraus.  Wende dich auch gerne an einen kompetenten Hundetrainer der euer Zusammenleben analysiert um mögliche Ursachen, wie Schmerzen & Stress im Ausdrucksverhalten zu erkennen.
So kann die Ursache so manch merkwürdiger Verhaltensreaktionen heraus gefunden und deinem Tier geholfen werden.
Noch eines: Bitte sehe unbedingt von Bestrafungen ab, denn diese haben erstens noch nie zum Ziel geführt und zweitens wäre es doch schrecklich, wenn du deinen Hund bestrafst, weil dieser plötzlich Verhaltensänderungen zeigt  und später heraus kommt, dass dieser an einer organischen Erkrankung leidet und Schmerzen hat, oder?

Ich hoffe ich konnte dich somit ein klein wenig sensibilisieren oder genau deine Denkweise noch einmal bestätigen. Gerne bin ich jederzeit bei Fragen und auftretenden Problemen für dich da und helfe dir mit Diagnostik und Behandlungsansätzen zu neuem Wohlbefinden für deinen tierischen Liebling. Schreibe mir am besten hierzu eine Nachricht.

Deine Julia von Tiertherapie Dresden

Tierheilpraxis | Physiotherapie für Hunde & Katzen

Julia - 08:55:52 | Kommentar hinzufügen

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