Tiertherapie Dresden 

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2020-04-05

Giardien beim Hund ( oder der Katze ) - der ewige Alptraum des Tierbesitzers?

Behandlung von Giardien in der Tierphysiotherapie.png

Es liegt schon ein paar Jahre zurück, als ich das erste Mal von Giardien hörte.
Unaufhörliche Durchfälle, Erbrechen, Fieber und ein schlechtes Allgemeinbefinden zeichnet unter anderem die Infektion mit dem Einzeller aus.
Als ich damals mit dem Tierschutz im südländischen Raum begann, sorgte jedes dünne, mit Blut durchzogene Häufchen der Shelterhunde für eine riesige Horror-Gedankenkette in meinem Kopf, die mich noch lange begleitete.
Denn wessen Tier schon einmal selbst von Giardien betroffen war, der weiß wie schwer diese schulmedizinisch in den Griff zu bekommen sind. Macht man sich dann auf in die Onlinerecherche, wird das klamme Gefühl in der Magengegend gleich noch schlimmer. Tummeln sich dort doch meist die Horrorgeschichten von betroffenen Tierbesitzern, die seit Jahren gegen eine Giardeninfektion kämpfen und diese nicht in den Griff bekommen zu scheinen.
Auch mir ging es vor einigen Jahren noch so. Doch das muss nicht sein und heute sind Giardien ein Thema, über welches ich mir selbst als Hundebesitzerin kaum noch wirklich Gedanken mache.
Denn wo die Schulmedizin sich meist nur den Mitteln Metroniadazol oder Panacur bedienen kann, hat die Tiernaturheilkunde ein sehr weites Spektrum an Maßnahmen zu bieten, um die Giardien ein für allemal aus dem Leben des Tierbesitzers zu verbannen.

Doch bevor wir uns an die Methoden der Tierheilpraxis zur Behandlung der Giardien machen, klären wir noch einmal ganz genau, was Giardien eigentlich sind und was sie im Körper unserer Hunde und Katzen verursachen.

Giardien sind sogenannte Protozoa. Das heißt sie sind einzellige Lebewesen, die sich durch orale Aufnahme des Wirtes im Dünndarm des Hundes oder der Katze ansiedeln und sich dort mit ihren Saugnäpfen an der Schleimhaut andocken. Bei einem gesunden, erwachsenen Tier bleibt dieses Geschehen oftmals unentdeckt und der tierische Organismus ist selbst in der Lage diese Infektion zu händeln. Anders sieht es bei Welpen und immungeschwächten Tieren aus. Hier kann eine unbehandelte Giardiose auch tödlich enden.
Geschwächte Tiere reagieren auf den Befall mit Giardien mit wechselnden Stühlen, welche auch Blutspuren und Schleim enthalten können. Hierdurch magern die Tiere ab, bekommen durch das Infektionsgeschehen Fieber und erbrechen häufig.
Gerade für junge Tiere kann dies schnell gefährlich werden, da der Eleketrolythaushalt ins Schwanken gerät und eine Nährstoffaufnahme mit voranschreitender Infektion nicht mehr gewährleistet ist.
Giardien bilden zudem sogenannte Zysten, die mit dem Kot ausgeschieden werden und so in der Umwelt weitere Tiere infizieren können. Diese Zysten sind sehr hartnäckig und können mitunter Wochen, wenn nicht sogar Monate in ihrer Umgebung infektiös bleiben.

Was kann ich nun als bei einem Verdacht eines Befalles mit Giardien  bei meinem Hund oder meiner Katze tun?

Sobald der Verdacht einer Giardieninfektion besteht, lohnt es sich eine Kotprobe bei Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker vorbei zu bringen. Durch moderne Labordiagnostik und Schnelltests lässt sich ein Giardienbefall schnell nachweisen.

Ein Giardienbefall liegt vor. Das sind die sinnvollsten Maßnahmen, die Sie Zuhause durchführen können:

● Bitte sammeln Sie jedes Kothäufchen direkt nach dem Geschäft ein, um die Gefahr einer Reinfektion und die  Infektion anderer Tiere zu vermeiden
● Versuchen Sie in der Zeit der Infektion folgende Hygienemaßnahmen zu integrieren:
● Waschen Sie regelmäßig die Schlafplätze Ihrer Tiere, Reinigen Sie häufig die Katzentoilette und spülen Sie diese heiß aus, um die Zysten der Giardien abzutöten
● Waschen Sie Futter- und Trinknäpfe täglich heiß aus
● Schneiden Sie bei langhaarigen Tieren mit Durchfall die Analregion frei, um diese einfacher von Kotresten reinigen zu können
● Wischen Sie regelmäßig, gegebenenfalls mit einem Dampfreiniger, die Böden

Doch Vorsicht, werden Sie nicht zum Hygienejunkie um die Giardien in Ihrem Haushalt los zu werden.
Denn auch wenn diese Hygienemaßnahmen natürlich sinnig sind, so schützen Sie Ihr Tier nicht vollends vor einer Reinfektion. Wir hatten ja schon weiter oben im Text geklärt, dass die Giardienzysten lange Zeit in ihrer Umgebung infektiös bleiben. Und somit kann es bei jedem Spaziergang oder Streunen im eigenen Garten zu einer neuen Aufnahme der Zysten und somit zu einer Reinfektion kommen.

Was also tun, um die Giardien aus dem Leben Ihres Tieres zu verbannen?

Hier kommen wir nun zu dem sehr wirksamen und breitem Spektrum der alternativen Tiernaturheilkunde.
Verschieden Wirkstoffe von Kräutern, allen voran Oregano und Thymian, haben sich äußerst Wirksam im Kampf gegen Giardien erwiesen. Diese wird neben darauf abgestimmten Nahrungsergänzungsmitteln auch oft als sogenannte “Kräuterbuttermilch” verabreicht.
Auch eine Ernährungsumstellung, abgestimmt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Tieres sind essentiell, um die Verdauungsorgane langfristig gegen Giardien zu wappen. Hier wird auch oft der Verzicht auf Kohlenhydrate empfohlen, von dem sich die Giardien ernähren. Dies kann ich selbst unterschreiben und manchmal hilft schon alleine der Verzicht auf die Kohlenhydrate im Futter, um nachweislich wirksam gegen die Giardien anzugehen. Auch der Aspekt einer Nahrungsmittelunverträglichkeit und somit eine erhöhte Infektanfälligkeit sollte bei einem immer wiederkehrenden Giardienbefall Beachtung finden.
Unter dem Blickpunkt des Kohlenhydratverzichtes wird übrigens oftmals von der moroschen Karottensuppe abgeraten, da auch Karotten einen relativ hohen Kohlenhydratanteil enthalten. Durch die lange Kochzeit und die dadurch entstehenden sauren Oligogalaturinoide, hat sich die Karottensuppe nichtsdestotrotz als wirksam bei einem Giardienbefall erwiesen.
Um ihr Tier langfristig von Giardien zu befreien, kommen wir allerdings oft nicht drumherum einen genauen Blick auf das Immunsystem des jeweiligen Tieres zu wagen. Denn wie schon oben erwähnt, treten die Symptome eines Giardienbefalls nur auf, wenn der Wirtsorganismus nicht selbstständig in der Lage ist, gegen den Befall mit Giardien vorzugehen.
Hier macht oftmals zum Beispiel eine Darmsanierung Sinn, und/oder der Einsatz von passenden Mitteln der Naturheilkunde, um Ihr Tier wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Welche Mittel dies sind, liegt immer am jeweiligen Therapeuten und seinem Spezialgebiet. Doch ganz gleich ob Phytotherapie, Homöopathie oder auch der Einsatz von Akupunktur oder Vitalpilzen- sie alle haben richtig angewandt die Möglichkeit den Gesundheitszustand Ihres Tieres soweit zu optimieren, dass eine Reinfektion und die Ausbildung von Symptomen eines Giardienbefalles der Vergangenheit angehören.

Scheuen Sie sich daher nicht einen Tiertherapeuten in Ihrer Nähe zu Rate zu ziehen und verschwenden Sie die Zeit lieber nicht mit langwieriger Internetrecherche, die Sie am Ende eher demotiviert, als Ihnen Hoffnung zu geben.
Jedes Tier ist individuell und so sollte, vor allem nach der Behandlung eines Giardienbefalls, ganz gleich ob schulmedizinisch oder mit Naturheilkunde, ein ganzheitlicher Ansatz zur Optimierung des Immunsystems Ihres Tieres erfolgen.
Beachtet man diese Aspekte, könnten Giardien auch bei Ihnen bald der Vergangenheit angehören.

Bei Fragen zu diesem Thema stehe ich Ihnen natürlich sehr gerne jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Ihre Julia 
Tierheilpraktikerin & Tierphysiotherapeutin in Dresden und Umgebung

Julia - 04:52:38 | Kommentar hinzufügen



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